Tag der Arbeit (1. Mai) 2022, 2023 in Deutschland

Der 1. Mai wird in Deutschland als Tag der Arbeit begangen und gilt als gesetzlicher Feiertag.

Wann ist „Tag der Arbeit (1. Mai)“ in Deutschland?

Tag der Arbeit (1. Mai) ist ein Nationalfeiertag und findet als nächstes am 01.05.2023 (KW 18) statt. Dies ist ein Montag. Genau genommen dauert es noch 299 Tage bis zu diesem Tag. Was ist an diesem Tag?

Zuletzt hatte dieser Feiertag am 01.05.2022, einem Sonntag, stattgefunden. Das war vor 65 Tagen. Heute ist der 5. Juli 2022. Das ist ein Dienstag im Monat Juli.

Tag der Arbeit (1. Mai) findet in allen Bundesländern in Deutschland statt.

Ist „Tag der Arbeit (1. Mai)“ ein Feiertag? Sind die Geschäfte geöffnet?

Dieser Tag ist in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag. Die Geschäfte sind üblicherweise geschlossen, auch Schulen sind geschlossen, Unterricht findet nicht statt.

Tag der Arbeit (1. Mai) Deutschland: Datum

Jahr Wochentag Datum
2015 Freitag 1. Mai
2016 Sonntag 1. Mai
2017 Montag 1. Mai
2018 Dienstag 1. Mai
2019 Mittwoch 1. Mai
2020 Freitag 1. Mai
2021 Samstag 1. Mai
2022 Sonntag 1. Mai
2023 Montag 1. Mai
2024 Mittwoch 1. Mai
2025 Donnerstag 1. Mai

Kalender-Ansicht für „Tag der Arbeit (1. Mai)“

Sehen Sie den Feiertag „Tag der Arbeit (1. Mai)“ in der Kalender-Ansicht im Zusammenhang mit anderen Feiertagen.


Übersetzungen für Tag der Arbeit (1. Mai)

In anderen Sprachen heißt „Tag der Arbeit (1. Mai)“ natürlich anders. Folgende Übersetzungen haben wir:

Deutsch Tag der Arbeit (1. Mai)
Englisch May Day
Weitere Feiertage in Deutschland

Im selben Monat wie „Tag der Arbeit (1. Mai)“ finden außerdem die folgenden Feiertage in Deutschland statt:

Feiertage vor und nach „Tag der Arbeit (1. Mai)“

Unmittelbar vor und nach „Tag der Arbeit (1. Mai)“ finden folgende, weiteren Feiertage in Deutschland statt.

Feiertage weltweit am gleichen Tag

Am gleichen Tag wie „Tag der Arbeit (1. Mai)?“ in Deutschland finden weltweit die nachfolgenden Feiertage statt.

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Der 1. Mai: Tag der Arbeit, ein Feiertag im Wandel der Zeit

Heute ist der 1. Mai in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag. Allerdings verrät der Blick in die Geschichtsbücher, dass die Anfänge dieses Feiertags auf die USA zurückgehen. Mittlerweile ist der 1. Mai in vielen Ländern dieser Welt ein anerkannter Feiertag. Der Maifeiertag – auch Tag der Arbeit genannt – ist deshalb auf mehreren Kontinenten weltweit von großer historischer Bedeutung.

Der Erste Mai und seine Ursprünge

Der Ursprung des Maifeiertags geht auf die Arbeiterbewegung in den USA zurück. Erstmals machten Handels- und Arbeitergewerkschaften im Rahmen eines mehrere Tage andauernden Generalstreiks ab dem 1. Mai 1886 auf schlechte Arbeitsbedingungen aufmerksam. Zugleich wiesen die Gewerkschaften durch ihre Initiative auf eine schlechte Bezahlung von Industriearbeitern hin. Die Datierung dieses Ereignisses auf den 1. Mai wurde übrigens nicht dem Zufall überlassen. An dem ebenfalls als "Moving Day" bekannten Tag war es bis dahin in den USA Tradition, dass alte Arbeitsverträge endeten und neue Vereinbarungen geschlossen wurden.

Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen

Stattdessen setzten sich Streikende dafür ein, die tägliche Arbeitszeit auf acht Stunden zu reduzieren. Für diesen Anspruch stand die US-amerikanische Arbeiterbewegung schon ab den 1860er Jahren ein. Zur damaligen Zeit erzielten die Gewerkschaften immerhin einen Teilerfolg. Die Arbeitszeit wurde von 13 auf zehn Stunden angepasst. Nichtsdestotrotz schufteten Arbeiter des Landes nach wie vor unter schlechten Bedingungen. Um die Forderung nach einem 8-Stunden-Tag endgültig durchzusetzen, nahmen am ersten Tag des Generalstreiks ungefähr 400.000 Beschäftigte aus rund 11.000 Betrieben teil. Einer der größten Schauplätze des Geschehens war Chicago.

Ein blutiger Zwischenfall in Chicago

Am 3. Mai 1886, dem dritten Tag des Generalstreiks, ereigneten sich auf dem Haymarket Square in Chicago tragische Momente. Offiziellen Informationen zufolge attackierten linke Radikale und Anarchisten Polizeibeamte mit einer Splitterbombe. Chaos kam auf. Polizisten eröffneten das Feuer. Mehrere Demonstranten schossen anschließend auf die Polizisten zurück. An diesem Tag verloren insgesamt sieben Polizisten und mindestens vier Arbeiter ihr Leben. Dutzende an Menschen wurden im Zuge der Bombenexplosion sowie des Schusswechsels verletzt. Ein juristisches Nachspiel folgte. Die Haymarket Affair ging als Gerichtsverhandlung infolge der Auseinandersetzungen in die Geschichte ein. In deren Folge wurde insgesamt sieben Todesurteile gegen die Anführer ausgesprochen, von denen vier Urteile vollstreckt wurden. Nichtsdestotrotz verfehlten die Streiks nicht ihren Zweck. Ab dem 1. Mai 1890 wurde daraufhin in den USA die 8-Stunden-Arbeitswoche eingeführt.

Maiaufstände in Deutschland

Es dauerte nicht lange, bis sich der 1. Mai auch europaweit als Kampftag für den Achtstundentag durchsetzte. Im Jahr 1890 demonstrierten ungefähr 100.000 Arbeiter und Arbeiterinnen, um trotz des bestehenden "Sozialistengesetzes" auf bessere Arbeitsbedingungen zu bestehen. Die Straßen füllten sich vor allem in größeren Städten wie Berlin oder Hamburg mit Tausenden an Menschen. Mit diesem Aufstand prangerten die Arbeiter die soziale Lage und das politische System an – trotz des 1878 vereinbarten Dekrets über ein Verbot von sozialdemokratischen, sozialistischen und kommunistischen Versammlungen.

Der Wandel zum gesetzlichen Feiertag

In den nachfolgenden Jahrzehnten engagierte sich die SPD – die Sozialdemokratische Partei Deutschlands – dafür, den 1. Mai als gesetzlichen Feiertag zu etablieren. Daraufhin deklarierte die Nationalversammlung der Weimarer Republik den 1. Mai im April 1919 zum "Tag der Arbeit". Für dieses Jahr wurde der 1. Mai erstmals als gesetzlicher Feiertag anerkannt. In einigen Regionen Deutschlands, darunter Sachsen oder Lübeck, wurde der 1. Mai dauerhaft als gesetzlicher Feiertag anerkannt. In weiten Teilen Deutschlands wurde der Feiertag wieder abgeschafft. Dennoch mobilisierten Gewerkschaften ihre Mitglieder wiederholt zu Feiern oder politischen Aktionen.

Eine erneute Wende im Jahr 1933

Im Jahr 1933 führten Nationalsozialisten den Tag der Arbeit wiederum im gesamten Land als gesetzlichen Feiertag ein. Allerdings nutzte die NS den Tag zu propagandistischen Zwecken, um Arbeiter des Landes für ihre Ziele zu begeistern. Unter der Führung Adolf Hitlers wurden Gewerkschaften zerschlagen, Funktionäre verhaftet und Häuser besetzt. Ab diesem Zeitpunkt wurde der Maifeiertag als Feiertag der Nationalen Arbeit ausgerufen.

Die Entwicklung des Tages der Arbeit in Ost- und Westdeutschland

Nachdem das Land infolge des Zweiten Weltkriegs in vier Besatzungszonen unterteilt wurde, stimmten die Alliierten dem 1. Mai als Feiertag zu. Doch das Ereignis wurde in Ost- und Westdeutschland unterschiedlich begangen. In der DDR wandelte sich der "Internationale Kampf- und Feiertag der Werktätigen für Frieden und Sozialismus" zur Pflichtveranstaltung, in deren Rahmen die Bürger des Landes an Tribünen und Ehrengästen sowie Mitgliedern der SED vorbeimaschierten. In Westdeutschland riefen Gewerkschaften zu Maikundgebungen auf, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf ihre Forderungen zu richten. Demonstrationen wurden um kulturelle Highlights erweitert. Vor allem ab dem Ende der 1980er wurden Demonstrationen in Berlin gewaltsam durch autonome Gruppen unterbrochen. Aus dem Grund führte die Polizei ab der Jahrtausendwende an diesem Tag gezielt Familienfeste ein.

Der 1. Mai als offizieller Feiertag

Bis heute ist der 1. Mai ein landesweit anerkannter gesetzlicher Feiertag. In einigen Teilen Österreichs sowie der Schweiz wird der Tag der Arbeit ebenfalls als gesetzlicher Feiertag begangen. Noch immer nutzen Menschen weltweit diesen Tag, um zur Verbesserung von Arbeitsbedingungen aufzurufen. Im Ursprungsland USA ist der Tag der Arbeit heute übrigens kein gesetzlicher Feiertag mehr.